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Schwelmetalbrücke geht in die Bauphase

Die Schwelmetalbrücke besteht aus vier Teilbrücken: zwei älteren je zweistreifigen Brückenteilen in der Mitte und zwei einstreifigen Brückenteilen, die im Zuge der Autobahnerweiterung auf sechs Fahrspuren später rechts und links angesetzt wurden.
Die beiden älteren zweistreifigen Brückenteile müssen jetzt ersetzt werden. Dies erfolgt so, dass stets die Aufrechterhaltung des sechsstreifigen Verkehrs sichergestellt wird. Eine besondere Herausforderung stellen der Abbau und der Neubau der Brückenteile über sechs Gleisen der Deutschen Bahn dar. Über den Gleisen kann nur in eng umrissenen Sperrpausen der Bahn gearbeitet werden.
Begonnen wird jetzt mit der Fahrbahn in Richtung Bremen. Man baut die neue Stahlverbundkonstruktion mit ihren Stahlhohlkästen auf der noch bestehenden Fahrbahn auf und stützt sie entsprechend ab, sodass die neue Konstruktion anschließend als Kranbahnträger bei dem Abbau der alten Fahrbahn fungieren kann. Im Zuge des Abbaus werden auch die bestehenden zwei Pfeilerreihen á vier Pfeiler durch neue, tragfähigere ersetzt. Bis zum Sommer dieses Jahres sollen die neuen Stahlhohlkästen für die Fahrbahn Richtung Bremen liegen, sodass dann mit dem Abbau des alten Überbaus begonnen werden kann. Hierfür werden die alten Fahrbahnen in ca. 500 Tonnen schwere Teile geschnitten, mit Hilfe der konstruierten Kranbahn verschoben und rechts und links neben den Schienen auf den Boden abgelassen. Dort werden die Stücke zerkleinert und abtransportiert. Die DEGES plant, bis Ende des Jahres den Abbau der Brücke Fahrtrichtung Bremen abzuschließen. Bis Mitte 2021 soll dann der Rohbau des Brückenteils mit der Fahrbahnplattenverlegung fertig sein. Für August 2021 ist dann nach der Gesamtfertigstellung des Brückenteils mit der Verlagerung des Gesamtverkehrs auf den neuen Brückenteil zu rechnen, sodass dann anschließend mit dem Abriss des Brückenteils Fahrtrichtung Köln begonnen werden kann.
Schwelmetalbrücke entsteht im BIM-3D/4D/5D-Modell
Zur Entwurfsplanung, aber auch für die Ausführung stützt sich die DEGES in dem NRW-Pilotprojekt Schwelmetalbrücke auf die neue elektronische Planungsmethode BIM (Building, Information, Modelling), in der neben der 3D-Darstellung noch weitere Informationen (Attribute) im System verankert werden können. Damit soll sichergestellt werden, dass es bei der Planung und später auch bei der Umsetzung zu Kollisionen kommt.
Baustelle im Zwei-Schicht-Verfahren
Auf der Baustelle Schwelmetalbrücke arbeiten rund 50 Personen in zwei Schichten. Auf diese Weise lässt sich das Tageslicht gut ausnutzen. Nur im Rahmen der Sperrpausen der Deutschen Bahn können auch nachts bis zu 6 Stunden gearbeitet werden.